Petra Maus

Petra Maus betreibt seit 2009 das Hundekolleg in Berlin.
Mit fünf Jahren verschlug es Petra und ihre Eltern vom Westmünsterland nach Westafrika, wo sie ihre gesamte Grundschulzeit verbrachte. Danach folgten Stationen in Saudi-Arabien und Oman. In dieser Zeit machte sie Bekanntschaft mit jeder Menge Wildtieren, und schon früh stand für sie fest: Mochten ihre Klassenkameradinnen auch Stewardess oder Reitlehrerin werden wollen – ihr Berufsziel lautete: Daktari!
Nach dem Abitur stand der Verwirklichung dieses Traums allerdings ein Mangel an Studienplätzen im Weg, und ihr Leben nahm zunächst einmal eine völlig andere Wendung. Viele Jahre später – sie war mittlerweile Fachübersetzerin mit Schwerpunkt Tiermedizin – kam sie dann erneut auf den Hund, als Anfang 2004 der kleine Shiba Inu “Ché” (†) ins Haus zog.

„Vor seiner Ankunft hatte ich sämtliche Hundebücher gelesen, die mir in die Finger fielen – das wollte nun in die Praxis umgesetzt werden! Ché und ich besuchten einige Hundeschulen. Als ich begann, mich mit verschiedenen Themen etwas genauer zu befassen, fragte ich mich, ob es nicht auch anders ging. Warum sollte ich meinem Hund anbrüllen oder auf den Rücken werfen, wenn er nicht gehorchte? Es half ja nicht einmal – Ché verweigerte jede Zusammenarbeit, wenn man Druck auf ihn ausübte. War er wirklich „dominant“, wie man mir sagte? Was bedeutet das überhaupt? Heute weiß ich, dass man Hunde sehr wohl ohne Gewalt erziehen kann – wenn man sich dafür interessiert, wie ihre Lernprozesse funktionieren und wie sie zu motivieren sind. “